Das politische Subjekt Frau – Vortrag von Koschka Linkerhand

Das politische Subjekt Frau Was kann ein materialistischer Feminismus leisten? Vortrag und Diskussion mit Koschka Linkerhand In einer Gesellschaft, in der sowohl Geschlecht als auch Arbeit immer flexibilisierter erscheinen und die Ungleichzeitigkeiten im Frauenbild augenfällig sind, hat der queere Feminismus der Vielfalt Konjunktur. Aber es bleibt ein Unbehagen: Können wir davon ausgehen, dass ein Feminismus, der fast ausschließlich mit Differenzen hantiert und sich an geschlechtlichen und sexuellen Identitäten abarbeitet, realpolitisch handlungsfähig ist? Fehlt hier nicht die Vermittlung der Vielfalt mit feministisch-materialistischer Gesellschaftstheorie, die historisch gewachsene und strukturelle Benachteiligungen erfassen kann? Dieser Mangel führt zu einer sehr verschwommenen Einschätzung des eigenen Handlungsspielraums, der zwischen Verbalradikalität à la „Patriarchat wegglitzern“ und andererseits dem Gefühl schwankt, völlig ohnmächtig zu sein und nichts mehr aussagen zu können. Es kömmt aber darauf an, das bestehende Geschlechterverhältnis zu analysieren, um kritisch zu intervenieren und darüber hinaus utopisch produktiv zu sein. Wie lässt sich also ein materialistischer Feminismus bestimmen, der mit dem politischen Subjekt Frau operiert, ohne die Differenzen und Widersprüche zu vernachlässigen? Welche politischen Felder müssen feministisch neu erobert und verteidigt werden – im Spannungsfeld zwischen politischer Nüchternheit und revolutionärer Hoffnung? Wann: 2.7.19; 18 Uhr Wo: HGB 20, Ruhr-Universität Bochum http://linkerhand.blogsport.eu/author/linkerhand/

Podiumsdiskussion: Selbstbestimmung & Arbeit

Unsere Arbeitswelt befindet sich im Wandel und wir haben unsere produktiven Fähigkeiten in den letzten Jahrzehnten grundlegend weiterentwickelt. Weithin ist von Digitalisierung, Flexibilisierung, Teamwork und neuen Arbeitsorganisationsformen die Rede. Dabei bewegen sich die Vorschläge zum Umgang mit dem Wandel der Arbeitswelt häufig zwischen unkritischer Bejahung und rigoroser Ablehnung. In der gesellschaftlichen Linken finden sich dabei die unterschiedlichsten Positionen: Ersetzen wir die Lohnarbeit durch ein bedingungsloses Grundeinkommen? Lassen wir die Arbeit gänzlich hinter uns? Passen wir Lohnarbeit und Sozialstaat den geänderten Entwicklungen an? Kollektivieren wir Unternehmen und Produktionsmittel? Der gegenwärtige Wandel unserer Arbeit findet unter kapitalistischen Vorzeichen statt. Lohnarbeit im Kapitalismus bedeutet Ausbeutung zur Profitmaximierung – daran ändert auch die Digitalisierung nichts, mag sie die Ausbeutung auch mal verschärfen, mal erträglicher machen. Aber auch wenn noch so viele Roboter und Algorithmen eingebunden werden, bleibt die Arbeit menschliche Tätigkeit. Und daher können wir sie gestalten, verändern. Wir wollen gemeinsam mit unseren Referent*innen darüber diskutieren, welche Möglichkeiten wir haben, den Wandel der Arbeitswelt fortschrittlich zu gestalten und welche Perspektiven auf Emanzipation und eine menschliche Gesellschaft sich uns dadurch bieten. Es diskutieren: Kai Lindemann (DGB-Bundesvorstand, Grundsatzabteilung), Kirsten (Stadt für alle) & Stephan Siemens (Meine Zeit ist mein Leben) Unterstützt von: Linke Liste Bochum NRW-Jusos Weiterlesen…

Webseite neu gestaltet

Die Webseite der Linken Liste erstrahlt nun in neuem Licht. Jedoch momentan nur mit Fülltext. Ihr könnt aber schonmal einen Eindruck davon bekommen, wie es hier bei uns bald aussehen wird.